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Repertoire

Einer redet, keiner hört zu. (Aber-)Witzige Erlebnisse eines Vorlesers
Rezitationsabende – das sind diese netten literarischen Veranstaltungen im kleinen Kreis, so wie man sie von Melange gewohnt ist. Sie haben längst Bekanntschaft mit dem Vorlesen gemacht, als Zuhörer. Nun wird es Zeit für einen Perspektivenwechsel; denn die Geschichten, die sich hinter den Kulissen abspielen, haben ebenso viel Unterhaltungswert wie die, die man Ihnen bei solchen Anlässen präsentiert. Vortragskünstler sind auch nur Menschen, die mit den Widrigkeiten des Daseins zu kämpfen haben: mit Alkoholkonsum, Völlerei und Vergesslichkeit, mit dem Verkehr auf Schienen und Straßen, mit Hochspannung, Sturm, Hochwasser und vor allem mit dem ganz alltäglichen Wahnsinn. Wie jede Kunst, hat auch die Kleinkunst Hindernisse aus dem Weg zu räumen, Brücken zu bauen und Missverständnisse aufzuklären, damit es am Ende programmgemäß heißen kann: Das Wort ist ewig!
Thomas Eicher hat seine einschlägigen Erlebnisse aus dem Literaturbetrieb gesammelt und satirisch zugespitzt. In Zusammenarbeit mit Simone Röbern ist daraus eine szenische Lesung entstanden, die alle Humor-Register zieht: mit witzigen Episoden, skurrilen Gestalten, grotesken Situationen und komischen Dialogen.

Fröhöliche Weihnacht - überall? Eine satirische OHRaufführung
Ich bin so gespannt auf Weihnachten... Sie glauben immer noch, Weihnachten sei nur für Kinder spannend, und, wenn der Tannenbaum erst einmal geschmückt ist, der Bratenduft die heimische Wohnstube erfüllt und liebliche Glockenklänge in der Luft liegen, könne nichts mehr schief gehen? Weit gefehlt! Wenn es zum Beispiel plötzlich und unerwartet an der Haustür klingelt, kann auch der heiligste Abend noch einen unerwarteten Verlauf nehmen...
Vom spannenden Heiligabend-Thriller bis hin zur rhythmisch-erotischen Nikolaus-Ballade spannt diese OHRaufführung einen Bogen zum Thema Weihnachten: Das Fest der Liebe, das manchmal auch zum Horror wird! Erleben Sie, wie Sabine Paas mit ihrer Stimme in die verschiedensten Rollen von Schulkind bis Weihnachtsmann schlüpft und gleichzeitig die wunderbarsten Weihnachtsklänge (z.B. der eines Staubsaugers) den Raum erfüllen. – Sie fragen sich, was ein Staubsauger damit zu tun hat? Ach, der kann doch auch Musik in den Ohren der Hausfrau sein – oder? Lassen Sie sich überraschen – schließlich steht Weihnachten vor der Tür!

Fürst Pückler - Verrückter, Erdbeweger, Frauenschwarm
Fürst Hermann von Pückler-Muskau war eine der schillerndsten deutschen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Mit seinen unkonventionellen Eskapaden versetzte er seine Zeitgenossen in hysterische bis bewundernde Erregung. Schon zu seinen Lebzeiten erschienen zahlreiche Biographien, Artikel und Rezensionen über sein künstlerisches Schaffen als Schriftsteller, Garten- und Landschaftsgestalter, als neugieriger Reisender, der sich aus Kairo sein Sklavenmädchen Machbuba mitbrachte. Er wusste zu polarisieren. Für seine ungezählten Verehrer(innen) war er genial, liebenswürdig, offen, tolerant, feinsinnig und auffallend liberal. Seinen Gegnern hingegen war er viel zu exzentrisch, eitel, exaltiert und verschwenderisch. Sein Frauenverschleiß war enorm, und seine unter der Last feinster Speisen ächzenden Tafeln waren schon zu seinen Lebzeiten legendär.#Verschwenderisch war Pückler in jedem Fall in der Verwendung seiner Fantasie, seiner unbändigen Kreativität und seiner Art, die Dinge nicht als gegeben hinzunehmen. Um seinen Landschaftspark in Muskau zu bewerben, fuhr er in einem Gespann gezähmter weißer Hirsche Unter den Linden in Berlin spazieren, oder er sprang in voller Montur von Dresdens Brühlschen Terrassen in die Elbe.#Christoph Rösner, selbst Weinliebhaber, Gourmet und leidenschaftlicher Gärtner, huldigt mit diesem satirisch-biografischen Programm dem verrückten Fürsten, der bis heute vielen Menschen als Erfinder des gleichnamigen Eises gilt.

Galgenstrick und Erdbeerkraut. Die freche Zunge des Francois Villon
François Villon hat uns unvergleichliche und zeitlose Gedichte aus seinem lasterhaften Leben hinterlassen. „Die Ballade von den Lästerzungen“, „Verehrt und angespien“ oder sein „Großes Testament“ sind Gedichte, die vor Lebensübermut, Daseinsfrust und Respektlosigkeit vor der Obrigkeit nur so strotzen.
Villon wird 1431 in Paris geboren. 1452 erlangt er den Grad eines Magister Artium, beendet aber sein Studium der Theologie nicht. Er gerät auf die schiefe Bahn, verwickelt sich in Messerstechereien und mafiotische Machenschaften und wird sogar zum Tode verurteilt. Der Vollstreckung kann er dank der Fürsprache des Herzogs von Blois entkommen. Er verbringt viele Jahre in Kerkerhaft und wird am Ende wegen seines ungebührlichen Lebenswandels zum Tode verurteilt. Das Urteil wird 1463 in zehn Jahre Verbannung umgewandelt. Vermutlich hat er den ersten Winter als Vogelfreier nicht überlebt.
In den 70ern machte Klaus Kinski mit seinen einzigartigen Interpretationen François Villon einem breiteren Publikum in Deutschland bekannt.
"Rösner glänzte immer wieder durch seine facettenreiche Vortragsweise. Mal ließ er laut einzelne Passagen hervortreten, mal wechselte er in eine zart einflößende Stimmlage. Verständlicherweise bedankte sich das Publikum mit langanhaltendem Beifall" (Iserlohner Kreisanzeiger).

Geh aus, mein Herz. Märchenhafte Melodien vielgeliebter Kunst- und Volkslieder
Wo sind sie hin, die Zeiten, als Kinder noch mit den Liedern aufwuchsen, die ihre Eltern sangen? Als man beim Wandern, bei der Arbeit oder bei Familienfesten noch Lieder anstimmte, die jeder mitsingen konnte? Noch nicht einmal Noten musste man lesen können, weil so viele Melodien und Liedtexte in aller Munde waren. Die Musik kam damals noch nicht aus Lautsprechern, man sang keine Schlager oder Popsongs. Statt dessen waren Lieder populär, die, weil sie im Volk kursierten, Volkslieder genannt wurden. Die meisten von ihnen sind freilich nicht einfach im Volk entstanden, sondern in den Volksmund übergegangen, nachdem ein Komponist sie als Kunstlied in die Welt gesetzt hatte. Sie alle haben gemeinsam, daß man sich auch nach vielen Jahren noch gern an sie erinnert: „Am Brunnen vor dem Tore“, „Im Frühtau zu Berge“, „Der Mond ist aufgegangen“ oder eben „Geh’ aus, mein Herz, und suche Freud’“ sind Titel solcher unvergeßlicher Melodien.
Der Tenor Holger Ries und sein Begleiter am Klavier, Martin Brödemann, haben für Sie ein Programm voller heiterer, romantischer aber auch melancholischer Lieder zusammengestellt. Sie bringen Ihnen wundervolle Kunstlieder, bekannte Volksweisen und lyrische Gassenhauer u.a. von Mozart, Silcher, Brahms und Schubert zu Gehör. Lieder wie „Guten Abend, gut Nacht“, „Kein schöner Land“ oder „Die Gedanken sind frei“ laden zum Mitsingen ein.

Gern hab ich die Fraun geküsst. Große Liebeslieder der Operette
Wer kennt sie nicht – die unvergesslichen Namen der großen Operetten: „Gräfin Mariza“, „Im weißen Rössl“, „Die Csardasfürstin“, „Die lustige Witwe“, „Land des Lächelns“? Ein Millionenpublikum hat die Stücke gesehen und liebt ihre Melodien, die Holger Ries (Tenor) und Martin Brödemann (Piano) für diese Veranstaltung zusammengestellt haben.
Die Suche nach der großen, wahren und einzigen Liebe bestimmt Handlung und Thema der meisten Operetten. Davon zeugen die populären heiteren, aber auch durchaus traurigen und dramatischen Lieder dieses Programms, die Holger Ries mit launigen Zwischenmoderationen zu verbinden weiß. Begeben Sie sich mit den Interpreten auf eine Reise durch die Welt der Wiener und Berliner Operette!

Haben Sie's heilig? Satirische Weihnachten
Was schenkt man einem Teufel zu Weihnachten? Vor dieser Frage steht Goethes Faust in Stefan Keims Umdichtung des großen Klassikers. Denn schließlich will man ja auch den satanischen Gefährten eine Freude machen. Konsumwahn und Vorweihnachtshektik sind ein großes Thema im satirischen Weihnachtsprogramm "Haben Sie's heilig?". In Szenen und Versen nimmt der Kabarettist Stefan Keim die Auswüchse der Adventszeit aufs Korn. Und spießt dabei allzumenschliche Schwächen ebenso auf wie das aktuelle Geschehen in Politik und Wirtschaft. Wie verhält sich die GEW - die Gewerkschaft Engel und Weihnachtsmänner - angesichts der vielen Überstunden? Und wie schneiden Ochs und Esel aus deutschen Landen im globalisierten Krippentierwettbewerb ab?'
"Haben Sie's heilig?" ist eine warmherzige Weihnachtssatire mit einigen scharfen Spitzen.

Hallelujah & Schalom. Leonard Cohen
Leonard Cohen (1934-2016) war vieles: Jude und Buddhist, Musiker und Schriftsteller, introvertierter Frauenschwarm und intellektueller Poet. Er schrieb und sang über Freiheit und Liebe, Tod und Religion. Und er schuf Songs, die man eigentlich zum Weltkulturerbe erklären müsste: „Bird on a Wire“, „Suzanne“, „Hallelujah“.
Lutz Debus und Holger Jenrich bewegen sich musizierend und erzählend durch das Leben des kanadischen Sängers und Dichters. So entsteht ein ebenso bewegendes wie informatives Porträt von Leonard Cohen aus Liedern und Geschichten.
„Hallelujah & Schalom, ein Konzertabend, der schon in der Pause zu angeregten Gesprächen und Diskussionen unter den Besucherinnen und Besuchern einlud und noch lange nachklingen wird“ (IKZ, Iserlohn).

Heiße Spur in Dixies Bar (Die Wanze II)
Eigentlich hätte Privatdetektiv Wanze Muldoon Ruhe bitter nötig. Doch als der Käfer gerade gemütlich mit Grashüpferin Wilma in Dixies Bar hockt, stürzt ein Igel herein und haucht sein Leben aus. Zurück bleibt das verstörte Flohkind Netta, das sich an nichts erinnern kann. Muldoon muss seinen ganzen Spürsinn aufbieten, um diesen schwierigen Fall zu lösen. Das hört sich für Sie nach Jugendliteratur an? Jein! Stellen sie sich den Film „Chinatown“ von Roman Polanski vor. Allerdings bevölkert von Insekten, die sich ganz so verhalten, wie man es von Chandler und Co. gewohnt ist. Heraus kommt ein Krimivergnügen voller Anspielungen an klassische Detektivgeschichten.
Nun folgt also der zweite Fall für Wanze Muldoon, und auch ohne Kenntnis des ersten Abenteuers werden Sie vor Spannung lachen. Martin Bross erweckt diese rasante und urkomische Geschichte des englischen Autors Paul Shipton zu einem spannenden Abend voller skurriler Charaktere. Über 20 Figuren gibt er dabei eine eigene Stimme und verwandelt diese Lesung zu einem außergewöhnlichen Live-Hörspiel.
"Knapp zwei vergnügliche Stunden bescherte Martin Bross den Zuschauern, die teilweise aus dem Lachen nicht herauskamen" (Iserlohner Kreisanzeiger).

Hommage an Reinhard Mey
Mit Rundbrille, Fliegerjacke und Gitarre: Reinhard Mey, geb. 1942 in Berlin, der „Poet des Alltäglichen, der große Humanist, Spötter und Tröster“, ist eine Ausnahmeerscheinung in der zeitgenössischen Musikszene. Er begann seine Liedermacher-Karriere 1964 nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich und Holland.
Aus seinem Werk, das über 50 Alben und mehr als 500 Chansons umfasst, werden einige seiner Lieder mit Hintergrundinformationen vorgestellt, wie z.B. „Über den Wolken“, „Ich wollte wie Orpheus singen“, „Diplomatenjagd“, „Ich bin ein bunter Hund “, „Zeugnistag“, „Danke liebe gute Fee“, „Keine ruhige Minute", „Der Biker“ und „Gute Nacht, Freunde“.

Humor! Satirisch-musikalisches Kabarett
Ohne Humor macht das Leben keinen Spaß. Weder das Essen noch die Verdauung. Weder das Erhabene noch das Alltägliche. Weder das Lachen noch das Weinen. Wir brauchen Humor. Immer. Leslie Sternenfeld und Stefan Keim schreiten mit heiterem Gemüt und nicht nur sprachlichem Witz den ganzen Schöpfungskreis des Schabernacks aus. Sie singen und spielen, dichten und denken, lachen und albern mit all den Menschen, die sich darauf einlassen mögen: satirisch-musikalisches Kabarett zwischen fixer Idee und Improvisation und immer mit komödiantischer Kommunikation, tagesaktuell mit verspieltem Nonsens, musikalischen Parodien und poetischen Verpeilungen.

Ich bin dein Lied. Die deutsche Liedermacherszene seit 1965
Was einen Liedermacher oder eine Liedermacherin auszeichnet, ist gar nicht so leicht zu sagen. Populär wurde der Begriff im Gefolge der 68er-Bewegung als künstlerische Identifikation mit dem arbeitenden Volk und wird in der Regel mit gesellschaftskritischen Inhalten verbunden. Die Namen der Stars dieser Szene sind seit Jahrzehnten präsent, ihre Texte vielfach von bleibender Aktualität. Sie beschwören Frauenpower, Kinderrechte, Ökologie und Pazifismus, Themen also, die uns seit mehr als einem halben Jahrhundert bewegen.
In seinem musikalisch-poetischen Streifzug führt Klaus Grabenhorst durch die Liederwelt von Hannes Wader, Reinhard Mey, Wolf Biermann, Franz Josef Degenhardt, Konstantin Wecker bis Bettina Wegner und Sarah Lesch.
„Klaus Grabenhorst versetzt die Zuhörer in vergangene Zeiten, doch sind die Texte aktueller denn je“ (WAZ).

Ich brauch Tapetenwechsel. Hommage an Hildegard Knef
Hildegard Knef, deren Lebenslauf einer Achterbahn glich, begann ihre Karriere als Schauspielerin im ersten deutschen Nachkriegsfilm „Die Mörder sind unter uns“ und ergatterte sich Mitte der 60er Jahre ihren Stammplatz in der ersten Reihe der Chanson-Texterinnen und -Interpretinnen ihrer Zeit. Bis heute gilt Hildegard Knef als eine Frau und Künstlerin, die Bedeutendes geschaffen hat und viele Menschen mit ihrer Kunst und auch mit ihren Lebensdramen berühren konnte. Stoff und Grund genug für eine außergewöhnliche Hommage an Hildegard Knef von Nina Tripp, begleitet von Martin Brödemann am Piano.
Ge- und entspannt darf man sich auf eine abwechslungsreiche Mischung aus anekdotischen Geschichten über die Knef, vielen neu arrangierten Knef-Songs und andern Liedern aus der Welt des Chansons freuen.
"Es war ein atemberaubender musikalischer und szenischer Hochgenuss. Der Auftritt der Chansonnette Nina Tripp mit dem Pianisten Martin Brödemann. Mal leise und zurückhaltend, mal Femme fatale, mal nachdenklich und lyrisch. Das, was sie in ihrem Programm 'Ich brauch Tapetenwechsel' bot, war authentisch und voller Hintergrundwissen" (Westfalenpost, Hohenlimburg).

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