"Das kunstseidene Mädchen". | Caroline Keufen erzählt an diesem Abend die Geschichte von Doris, dem Mädchen, das ein „Glanz“ werden will und deshalb ihre Heimatstadt Köln verläßt, um in der Hauptstadt Berlin ihr Glück zu machen. Nachzulesen ist diese Geschichte in Irmgard Keuns Bestseller-Roman „Das kunstseidene Mädchen“. Irmgard Keun (1905-1982) hat eine faszinierende Biographie: Sie ging 1936 ins Exil, kehrte bereits 1940 mit falschen Papieren zurück, und überlebte den zweiten Weltkrieg im Untergrund. Schon vor der Bücherverbrennung 1933 war sie eine erfolgreiche Schriftstellerin. „Das kunstseidene Mädchen“, ihr zweiter Roman, erschien 1932. Er gilt heute als bedeutendes Werk der literarischen Moderne und als ein wichtiges Zeitdokument, das die Jahre um 1930 auf eindringliche Weise lebendig werden läßt. Die Lesung begibt sich – nach einer kurzen Einführung in Leben und Werk der Autorin – mit dem Roman auf eine Zeitreise, in die Häuser und Straßen Kölns und Berlins, in die Vergnügungsetablissements und nicht zuletzt ins Kaffeehaus. |
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