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"Das kunstseidene Mädchen".
Die zweifelhafte Karriere der Schauspielerin Doris K.,
Köln – Berlin 1931
Lesung mit Caroline Keufen

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Caroline Keufen erzählt an diesem Abend die Geschichte von Doris, dem Mädchen, das ein „Glanz“ werden will und deshalb ihre Heimatstadt Köln verläßt, um in der Hauptstadt Berlin ihr Glück zu machen. Nachzulesen ist diese Geschichte in Irmgard Keuns Bestseller-Roman „Das kunstseidene Mädchen“. Irmgard Keun (1905-1982) hat eine faszinierende Biographie: Sie ging 1936 ins Exil, kehrte bereits 1940 mit falschen Papieren zurück, und überlebte den zweiten Weltkrieg im Untergrund. Schon vor der Bücherverbrennung 1933 war sie eine erfolgreiche Schriftstellerin. „Das kunstseidene Mädchen“, ihr zweiter Roman, erschien 1932. Er gilt heute als bedeutendes Werk der literarischen Moderne und als ein wichtiges Zeitdokument, das die Jahre um 1930 auf eindringliche Weise lebendig werden läßt. Die Lesung begibt sich – nach einer kurzen Einführung in Leben und Werk der Autorin – mit dem Roman auf eine Zeitreise, in die Häuser und Straßen Kölns und Berlins, in die Vergnügungsetablissements und nicht zuletzt ins Kaffeehaus.

"So wunderbar Irmgard Keun hier die Textvorlage zu dieser ganz besonderen Figur liefert, so überzeugend und innig ließ Caroline Keufen eben jene Doris mit Gesten, verschiedenster Mimik, aber vor allem mit ihrem Stimmpotential lebendig werden und im Verlauf der Lesung wachsen. Sie verstand es in jeden Satz etwas Koketterie, etwas Naivität, ein wenig Stolz und nicht zuletzt die Phantasie eines jungen Mädchens hineinzulegen" (Iserlohner Kreisanzeiger).

Caroline Keufen entwickelt und realisiert seit Abschluß ihres Schauspielstudiums an der Theaterakademie Ulm Theater-, Musik-, Tanz,- Video- und Kunstprojekte in spartenübergreifenden Kooperationen. Seit 2001 entstanden Ortsbegehungen, Soloperformances und Walkacts. Regelmäßig tritt sie auch mit Literaturprogrammen auf und arbeitet als Sprecherin und Moderatorin.


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