| „Die Diva und die Notbremse“. Eisenbahnliteratur Lesung mit Caroline Keufen und Thomas Eicher ![]() ![]() | Die Eisenbahn ist die wichtigste Innovation des 19. Jahrhunderts. Sie hat nicht nur die industrielle Revolution angetrieben und beschleunigt, sondern auch die alltäglichen Erfahrungsräume nachhaltig verändert. Raum und Zeit sind seither nicht mehr was sie einmal waren. An der Eisenbahn läßt sich die Entstehung des Neuen der mechanisierten Zivilisation exemplarisch ablesen. Davon zeugt auch eine Fülle von Quellenmaterial, aus dem sich die industrielle Erfahrung des Bürgertums rekonstruieren läßt. Es ist vor allem die Erfahrung des neuen Reisens als einer neuen Wahrnehmung der Welt. Diese läßt sich auch anhand zahlreicher literarischer Texte nachzeichnen, die im Rahmen der Lesung vorgetragen werden. „Doch ob sich die Waggons nun in atemberaubender Höhe über Aquädukte, durch fast undurchdringlich schwarze Nächte oder fremde Landschaften winden, immer haftet den Fahrten etwas Erlebnisreiches und zugleich Entzückendes an, das Caroline Keufen und Thomas Eicher auf eine wunderbar offensive Art anzugehen vermochten“ (Iserlohner Kreisanzeiger). Caroline Keufen entwickelt und realisiert seit Abschluß des Schauspielstudiums an der Theaterakademie Ulm Theater-, Musik-, Tanz,- Video- und Kunstprojekte in spartenübergreifenden Kooperationen. Seit 2001 entstanden Ortsbegehungen, Soloperformances und Walkacts. Regelmäßig tritt sie auch mit Literaturprogrammen auf und arbeitet als Sprecherin und Moderatorin. Thomas Eicher ist Kulturmanager und promovierter Literaturwissenschaftler, Autor und Herausgeber zahlreicher Fachpublikationen und Anthologien. |