„Die Nase“– und anderes, was abhanden kommen kann
Peter Schütze liest Nikolai Gogol


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Nikolai Gogol (1809-1852) war ein russischer Schriftsteller mit ukrainischer Herkunft. Mit seinen satirisch-grotesken, teils phantastischen Dramen, Erzählungen und Romanen gehört er nicht nur zu den bedeutendsten Schriftstellern der russischen Literatur, sondern auch zu den wichtigsten Autoren des 19. Jahrhunderts. Sein Freund Puschkin brachte ihn ans Schreiben, und über Nacht wurde Gogol mit seinen „Abenden auf dem Vorwerk von Dikanka“ berühmt. Seine Geschichten schienen dem bäuerlichen Leben entstiegen zu sein, stillten aber auch die Lust am Seltsamen und Unheimlichen: Eine Urkunde verschwindet, und der, der sie sucht, gerät in einen Hexensabbat. Ein Platz ist nicht mehr da, wo er sein sollte, dafür aber ein sprechender Hammelkopf nebst anderen Spukgestalten. Die Nase eines Kollegienassessors macht sich selbständig und kutschiert im Rock eines Staatsrates durch die Stadt. Novellen wie „Die Nase“ und „Der Mantel“ sind nicht nur Meisterwerke der phantastischen Erzählkunst, sondern zugleich glänzende und bissige Satiren auf Bürokratie und Opportunismus.

"Peter Schütze verstand es aufs Vortrefflichste, in die Rollen der einzelnen Charaktere zu schlüpfen und setzte zudem noch durch seine Sprache und Mimik ganz besondere Akzente. Schütze sorgte mit weiteren Gogol-werken für einen vergnüglichen Melange-Abend, für den sich das Publikum mit viel Applaus bei ihm bedankte" (Iserlohner Kreisanzeiger).

Peter Schütze (geb. 1948), promovierter Germanist und Autor, blickt auf eine lange Laufbahn als Journalist, Übersetzer, Dramaturg, Regisseur und Schauspieler mit Engagements an verschiedenen Bühnen, u.a. in Dortmund, Bielefeld und Hamburg (Thalia Theater), zurück. Seit 1988 macht er auch als Rezitator von Goethe, Heine, Droste-Hülshoff, Kästner, Tucholsky u.a. auf sich aufmerksam.


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