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Ich, ein Jud. Verteidigungsrede des Judas Ischarioth

mit Peter Schütze

Judas erscheint in der Überlieferung als der Jünger Jesu, der aus Geldgier seinen Herrn dem Kreuz ausliefert und durch seinen verzweifelten Selbstmord sein Seelenheil für immer verspielt. War er ein Werkzeug Satans? Durch ihn ist immerhin eingetreten, was Gott geplant hatte: die Erlösung der Menschheit durch das Opfer seines Sohnes. War Judas also ein Werkzeug göttlicher Vorsehung?
Die zwielichtige Gestalt des Judas Ischarioth beschäftigt bis heute nicht nur die Theologen, sondern auch die Schriftsteller. Einer der spannendsten literarischen Versuche über diese Figur stammt von Walter Jens, dem langjährigen Tübinger Rhetorik-Professor. In seiner "Verteidigungsrede" legt der Jünger in einem Monolog vor Gekreuzigtem und Publikum, der Christenheit, Rechenschaft ab. Passend zur Osterzeit lassen die Fragen um Schuld und Schicksal, um Verrat und Liebe die Passion Christi in einem ganz anderen Licht erscheinen.

"Peter Schütze gelang ein aufwühlendes, das Publikum bis ins Mark treffendes, alle emotionalen Nuancen beleuchtendes Spiel" (Westfälische Rundschau, Hagen).

Peter Schütze ist promovierter Germanist und blickt auf eine lange Laufbahn als Journalist, Übersetzer, Dramaturg, Regisseur und Schauspieler mit Engagements an verschiedenen Bühnen, u.a. in Dortmund, Bielefeld und Hamburg (Thalia Theater), zurück. Seit 1988 macht er auch als Rezitator von Wilhelm Busch, Friedrich Schiller, Erich Kästner, Kurt Tucholsky u.a. auf sich aufmerksam.

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