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Der Schelmenbaron. Anekdoten vom tollen Bomberg

mit Thomas Eicher

Ein ausschweifendes Leben führt der „tolle Bomberg“, immer zu Schabernack aufgelegt, wie Till Eulenspiegel oder Münchhausen. Er verprasst Unsummen beim Spiel, bei Trinkgelagen und Festmählern, macht sich über alles und jeden lustig, besonders aber über die Religion, den Adel und die bürgerliche Moral. Er streut den adeligen Damen Flöhe unters Mieder, damit ein langweiliger Abend in Schwung kommt, er erzwingt die Errichtung eines Bahnhofes in seinem Wohnort, indem er immer wieder auf offener Strecke die Notbremse zieht, um an der richtigen Stelle aus dem Zug aussteigen zu können. Er lädt den Walzerkönig Strauß auf sein Schloss ein und lässt ihn, der vor Eitelkeit nichts Böses ahnt, vor abgedunkeltem und leerem Zuschauerraum auftreten. Am Ende will man ihn entmündigen und in die Irrenanstalt bringen...
Gleich mehrere Schriftsteller haben sich in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts mit dem Leben des Münsterländer Originals beschäftigt, unter ihnen auch der Bestsellerautor Josef Winckler (1923). Thomas Eicher hat aus einigen der einschlägigen Episoden eine szenische Lesung erstellt, die es in sich hat: Stimmlich differenzierte Dialoge, temporeiches Erzählen und eine breite Humor-Palette kennzeichnen seine Darstellung. Originelle Texte und ausdrucksstarke Präsentation erinnern eindringlich an die unvergesslichen Streiche und Abenteuer des Barons.

„Eicher versteht es, sein Publikum zu begeistern. Er rezitierte und gestikulierte mit einer Hingabe, dass kein Auge trocken blieb. Kein Zweifel, der urwüchsige Humor, die farbige Sprache Wincklers – alles vermittelte der Gast ganz hervorragend“ (Münstersche Zeitung, Steinfurt).

Thomas Eicher lebt in Dortmund. Er ist Rezitator, Kulturmanager, Autor und Herausgeber zahlreicher Fachpublikationen und Anthologien. 

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